Aderlass-Therapie nach Prof. Dr. Wendt

Prof. Dr. Wendt (Universität Frankfurt) hat sich über 50 Jahre lang mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen beschäftigt und erforscht, dass schlechte Fließeigenschaften des Blutes Ursache von Thrombosen, Schlaganfall, Bluthochdruck und Herzinfarkt sind. Wird zuviel tierisches Eiweiß über die Nahrung aufgenommen, wird überschüssiges Eiweiß im Körper eingelagert, die Innenhäutchen (Basalmembran) der kleinsten Blutgefäße verdicken (Kapillaren). Dies betrachtet Wendt als Ursache der Arteriosklerose. Der erhöhte Eiweißgehalt des Blutes behindert die Fließfähigkeit des Blutes und die Zirkulation in den kleinsten Gefäßen. Erhöhte Strömungswiderstände treten auf, die den Blutdruck erhöhen. Wendt schreibt: Wenn der Mensch Nahrung verzehrt, obwohl er von der letzten Nahrung noch satt ist, nehmen die Zellen keine Nahrung auf, überschüssige Stoffe lagern sich ab (nach Wendt genügen 3 Mahlzeiten pro Tag). Der Professor stellte außerdem fest, dass durch diese Stauungserscheinungen besonders bei Kranken, Kindern und Alten eine Azidose (Übersäuerung) im Gewebe entsteht, die ebenfalls behandelt werden muss.

Nach Wendt ist es wichtig, den prozentualen Anteil der Feststoffe im Blut (rote und weiße Blutkörperchen) auf einem bestimmten Level zu halten, um so Herz-Kreislauferkrankungen zur verhindern. Der Anteil der Feststoffe wird im Hämatokrit-Wert ausgedrückt, ein Messwert, der idealer Weise bei 35 bis 42 Volumenprozent liegen sollte. Bei Frauen steigt der Hämatokrit meistens nach den Wechseljahren, wenn der „natürliche Aderlass“, die Menstruation, versiegt. Dies kann zu hohem Blutdruck führen. Durch Eiweißfasten, viel Trinken und Aderlässe gelang es Wendt bei seinen Patienten, diesen Wert auf ein Ideal einzustellen.

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